Unterschiede von Tagesgeld und Festgeld
In Zeiten der Wirtschaftskrise und einem unsicheren Wertpapiermarkt ist man stets auf der Suche nach einem Angebot das sichere Rendite verspricht, im Idealfall flexibel ist und das Risiko eines Ausfalls möglichst minimal ist.
Sämtliche drei Faktoren vereinen die Tages- und Festgeldanlagen, die ihnen so gut wie jede Bank zu unterschiedlichen Konditionen anbietet. Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto? Ein Tagesgeldkonto ist meistens ein Unterkonto ihres Girokontos. Es besteht die Möglichkeit, auf dieses Konto Geld zu überweisen, welches dann in Höhe der angegebenen Rate verzinst wird. Der Zinssatz ist jedoch variabel und kann sich theoretisch täglich ändern. In der Praxis bleiben die Zinssätze häufig einige Monate stabil. Bezahlen ist von einem Tagesgeldkonto jedoch nicht möglich. Es dient lediglich dem Verwahren von Geldern. Hier bedarf es zuerst einer Umbuchung von ihrem Tagesgeld- auf das Girokonto. Ist das Tagesgeldkonto bei derselben Bank wie das Referenzkonto (Girokonto), findet die Umbuchung in der Regel in Echtzeit statt. Handelt es sich um zwei verschiedene Banken, kann es 1-2 Werktage in Anspruch nehmen. Des Weiteren wird der Zinssatz auf den Tag herunter berechnet. Somit haben Sie keine Mindestlaufzeit, sondern bekommen Ihre Zinsen schon ab dem Tag des Geldeinganges auf ihrem Tagesgeldkonto berechnet. Die Auszahlung der Zinsen hängt von der jeweiligen Bank ab. Häufig wird monatlich ausgezahlt, andere Banken wählen die Variante einmal jährlich, am Jahresende, auszuzahlen.
Die zweite Variante ist das Festgeld. Eine Anlage, die zu einem tagesaktuellen Zinssatz getätigt wird. Der Zinssatz ist dann jedoch, anders als beim Tagesgeld, fest und garantiert für die gesamte Laufzeit. Üblich ist hier eine Anlage zwischen 180 Tagen und drei Jahren. Besonders kurz- (30 Tage) sowie besonders langfristige (3-10 Jahre) Festgeld-Anlagemöglichkeiten bestehen auch, sind jedoch nicht so populär. Zumeist ist eine Festgeldanlage ab einem Betrag von 2.500 Euro möglich. Die Zinshöhe bemisst sich an der Dauer und der Höhe der Festgeld-Einlage. Bei höheren Einlagen und längeren Laufzeiten ist der Zinssatz im Regelfall am höchsten.
Vergleichend kann man sagen, dass die Festgeld-Variante eher etwas für Leute ist, die ihr Geld über einen mittelfristigen Zeitraum, risikolos, zu einem fixen Zinssatz (momentan zwischen 1,5-3%) anlegen wollen. Sinnvoll ist dies vor allem bei drohenden negativen Veränderungen der Wirtschaft, in denen mit einer Zinssenkung seitens der Banken zu rechnen ist. Das Tagesgeld ist die flexiblere Variante, das Geld anzulegen. Der täglich mögliche Zugriff auf das Tagesgeldkonto, sowie keine festgeschriebene Laufzeit sind klare Vorteile gegenüber dem Festgeldkonto. Einziges Manko der Tagesgeldkonten ist jedoch, dass der Zins meist niedriger ausfällt als bei Festgeldanlagen (momentan etwa 1,5-2%) und auf Grund seiner Variabilität auch täglich weiter fallen oder aber auch steigen kann.

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